Colearning Basecamp

Colearning Basecamp

Die unternehmerische Ausbildungszeit – geführt von Jugendlichen

Bern, Schweiz Seit 2026

Was passiert, wenn junge Menschen ihre Ausbildungszeit selbst in die Hand nehmen? Das Colearning Basecamp gibt darauf eine konsequente Antwort: eine mehrjährige, unternehmerische Ausbildungszeit für 15- bis 25-Jährige – Vollzeit, eingebettet ins echte Arbeitsleben und geführt von den Jugendlichen selbst. Ein dritter Weg neben Gymnasium und Lehre.

Stamm, Lernunternehmen und Dorf

Das Basecamp übersetzt das Colearning-Framework in eine vollständige Ausbildungszeit:

  • Stamm: Die Jugendlichen bilden einen Stamm, der sich selbst organisiert und gemeinsam Verantwortung trägt.
  • Lernunternehmen: Statt Schulbank gründen sie eigene Lernunternehmen – mit echten Kund:innen, echten Rechnungen und echtem Risiko.
  • Dorf: Um den Stamm herum wirkt ein generationenübergreifendes Dorf aus Mentor:innen und Kompliz:innen. Alles Lernen wird auf einer öffentlichen Portfolio-Seite sichtbar.

Abschlüsse werden dabei nicht abgeschafft, sondern anders erreicht: Die Matura (über internationale A-Levels) und das EFZ bleiben über echte Projekte und das Portfolio erreichbar – ohne dass ein Curriculum den Takt vorgibt.

Aus einem Lagerfeuer viele

Das erste Basecamp entsteht im Effinger in Bern – auf demselben fruchtbaren Boden, auf dem schon Colearning Bern und YOLU gewachsen sind. Doch die Idee ist von Anfang an grösser: Wir bauen nicht ein Basecamp, wir bauen viele.

Der Traum dahinter: Jugendliche überall auf der Welt organisieren sich selbst. Sie kommen in ein bestehendes Basecamp, schauen, leben mit und bekommen den Rhythmus in den Körper. Dann ziehen sie weiter und bauen mit ihrer eigenen Community einen neuen Stamm auf – im Quartier, im Dorf, in ihrer Region, überall dort, wo Erwachsene echter Arbeit nachgehen und bereit sind, Jugendliche mitleben zu lassen. Erprobte Vorlagen, Handbücher und Geschichten wandern von Ort zu Ort und machen jeden nächsten Start leichter. Deshalb ist das gesamte Konzept unter CC BY-SA offen publiziert – zum Nachlesen, Nachbauen und Weiterdenken.

Die Bewegung wächst also nicht durch eine Zentrale, die expandiert, sondern durch Weitergabe. Und sie braucht uns Erwachsene – nicht am Steuer, sondern als Ermöglicher:innen: als Kompliz:innen, Mentor:innen, Fürsprecher:innen und Gastgeber:innen an Orten mit echter Arbeit. Ein ehrlicher Preis und ein Solidaritätsfonds sorgen dafür, dass Geld nie einen Start verhindert. Oder in den Worten des Konzepts: «So wird aus einem Funken ein Lagerfeuer und aus einem Lagerfeuer viele.»

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